Der Favorit strauchelt, aber fällt nicht

24. Februar 2026 1. Herren, News, Spielberichte Fanny Hassemeier

Am vergangenen Samstag (21.02.) gastierten die Volleyballfreunde Blau-Weiß in der Sachsenliga beim SV Bad Düben. Der Ligaprimus aus der Elsterstadt ging als klarer Favorit in die Begegnung gegen den Tabellenvorletzten aus Nordsachsen. Bis auf Silvio Panoascha und Tino Jautze konnte Trainer Alexander Philipp auf den kompletten Kader zurückgreifen.

Das Spiel gegen die erfahrenen Bad Dübener begann mit Lunardy Pulvett im Zuspiel, Markus Zillich und Kapitän Vincent Mittelstraß als Mittelblocker, Tommy Hilse und Michael Grabke auf Außen, Till Fischer als Diagonalangreifer sowie Gregor Schillmann auf der Liberoposition.

In einer unspektakulären Startphase konnte sich kein Team absetzen und der Tabellenführer haderte mit der eigenen Annahme und mangelhafter Chancenverwertung im Angriff (7:8, 12:11). Die Gastgeber punkteten mit cleveren Angriffen in den Block oder konnten ihren Diagonalangreifer Florian Schreiber gut in Szene setzen (14:16, 17:19). Trotz einer weiterhin nervösen Spielführung der Blau-Weißen konnte der Eröffnungssatz glücklich mit 22:25 gewonnen werden.

Zur Blockverstärkung ersetzte ab Satz zwei Sebastian Haberl dann Routinier Michael Grabke. Doch eine deutliche Verbesserung im Spiel war nicht zu verzeichnen. Trotz verbesserter Angriffsqualität blieb die Annahmeschwäche die Achillesferse der Zusestädter (7:5, 12:12, 19:17). Die aufopferungsvoll kämpfenden Hausherren erspielten sich in der Folge zwei Satzbälle (24:22). Mit Michael Grabke im Aufschlag konnten die Philipp-Schützlinge zwar noch einmal ausgleichen (24:24, 25:25), mussten dann aber doch den zweiten Satz mit 27:25 abgeben.

In der Satzpause wurden kleinere taktische Hebel angesprochen und mit Christian Heymann und Maximilan Krengel, die Markus Zillich als auch Till Fischer ersetzten, erhoffte sich Trainer Alexander Philipp entscheidende Impulse. Doch das Spiel plätscherte weiter vor sich hin, so dass eine frühe Auszeit (7:8) die Sinne, die nötige Intensität und die mannschaftliche Geschlossenheit schärfen musste. Nun mit deutlich mehr Engagement in den Aktionen zeigte der Tabellenführer seine Klasse und erspielte sich einen kleinen Vorsprung (11:14), welcher bis zum Satzende gehalten werden konnte (22:25).

Die Gastgeber schienen nun nicht mehr 100%ig an einen Erfolg zu glauben und hatten auch noch ein zweites wichtiges Spiel an diesem Tag. Dennoch waren es die Hoyerswerdaer Spieler die mit geringer Fehlerquote, Entschlossenheit und Wille den vierten Satz zu ihren Gunsten entschieden. Ein klarer 14:25 Satzerfolg brachte den wichtigen 1:3-Auswärtssieg und drei weitere Punkte für den angepeilten Meistertitel.

Die MVP-Medaille nahm Tommy Hilse entgegen.

Bereits in einer Woche (28.02.) reisen die Volleyballfreunde zum nächsten Aufsteiger. Dieses Mal treten sie in Reichenbach im Vogtland an. Das Hinspiel konnten die Blau-Weißen zwar für sich entscheiden (3:1), brachte aber auch den bisher längsten Satz (35:33) zustande und sollte eine Warnung für die Zusestädter sein. Der VSV Reichenbach spielt bisher eine solide Saison, braucht allerdings noch dringend Punkte, um sich von den Abstiegspositionen zu entfernen.

VfBW spielte mit: Fischer, Grabke, Haberl, Heymann, Hilse, Krengel, Mittelstraß, Schillmann, Paulick,

Pulvett, Zillich.

Nach oben scrollen