Bevor es am 14.03.26 zum mit Spannung erwarteten Duell mit dem Verfolger der Neuseenland-Volleys Markleeberg kommt, gastierten die Volleyballfreunde in Reichenbach. Der VSV Reichenbach, Aufsteiger aus der Landesklasse West, spielt zwar eine gute Saison, muss aber dennoch die Konkurrenten gegen den Abstieg auf Distanz halten. Nachdem dies mit einem 3:1 (20-, -21, -22, -18) gelungen war, wollten sie gegen den Tabellenführer aus Hoyerswerda noch einen draufsetzen.
Die Volleyballfreunde Blau-Weiß Hoyerswerda mussten bei dieser Partie auf gleich 5 Spieler verzichten. Aus verschiedenen Gründen standen Michael Grabke, Jens Paulick, Tino Jautze, Gregor Schillmann und Silvio Panoscha nicht zur Verfügung. Alle übrigen Akteure meldeten sich fit und nach einer positiven Trainingswoche waren die nächsten drei Punkte für den Aufstieg das Ziel.
Mit Lunardy Pulvett im Zuspiel, Christian Heymann und Vincent Mittelstraß als Mittelblocker, Tommy Hilse und Sebastian Haberl auf Außen sowie Till Fischer im Diagonalangriff bildeten die Starting-Six ohne nominierten Libero.
Nach gutem Start (4:8) konnten die Gastgeber zum 16:16 ausgleichen und zum 19:18 die erste Führung erspielen. Der Ligaprimus aus Hoyerswerda hatte sowohl mit den Angriffen des Gegners und der eigenen Aufschlagqualität seine Probleme. Angefeuert von zahlreichen Zuschauern bejubelten die Vogtländer den glücklichen 1:0-Satzerfolg (28:26).
Jetzt waren die Blau-Weißen natürlich gefordert, um ihre Ausgangslage vor dem erwähnten Spitzenspiel nicht zu verschlechtern. Nun mit weniger Aufschlaghärte und mehr Konzentration in der Feldverteidigung schien das System wieder zu greifen. Doch so richtig rund lief es auch dann nicht. Ein kleiner Rückstand (11:9) wuchs sogar an (17:14, 19:15) und ließ die Heimmannschaft von einem Punktgewinn träumen. Doch mit kühlem Kopf und seiner individuellen Klasse im Aufschlag brachte Lunardy Pulvett sein Team wieder heran. Erst zum 19:20 endete seine Aufschlagserie. Nun war der Wille und die spielerische Qualität im gesamten Team wieder da und relativ souverän erzwangen die Volleyballfreunde mit 21:25 den Satzausgleich.
Diesen Schwung nahmen die Philipp-Schützlinge, nun mit Maximilian Krengel für Till Fischer auf dem Parkett, mit in den dritten Durchgang. Aus einer stabilen Annahme heraus konnte das eigentlich gewohnte Angriffsspiel präsentiert werden. Bei 6:11 musste Trainer Christian Spiegler seine erste Auszeit nutzen um den Rhythmus der Gäste zu durchbrechen. Und dies gelang auch. Einige Momente später war der VSV mit 10:12 wieder in Schlagdistanz. Eine Verletzung bei den Gastgebern sorgte dann für die Vorentscheidung in diesem Satz. Sichtlich betrübt konnten die bisher tapfer kämpfenden Hausherren der Klasse des Tabellenführers nichts mehr entgegensetzen und gaben diesen Abschnitt mit 15:25 ab.
Für die „vollen“ drei Punkte fehlte den Zusestädtern also nur noch ein Satz. Dieser begann auch mit einer stabilen Leistung (4:8). Aber kleinere Unsicherheiten auf Hoyerswerdaer Seite und die um jeden Ball kämpfenden Reichenbacher egalisierten diesen Vorsprung zur Satzmitte (11:12, 15:15). In einer engen und spannenden Schlussphase wurde es dann auch noch dramatisch. Bei einer Aktion ohne Fremdeinwirkung verletzte sich Lunardy Pulvett scheinbar so schwer (18:20), dass er nicht weiterspielen konnte. Ohne einen zweiten Zuspieler im Kader mussten nun die Mittelblocker diese Aufgabe übernehmen. Nach glücklichen Punktgewinnen und einigen Baggerzuspielen brachten der Ligaprimus das Spiel über die Bühne und gewann mit 22:25 den Satz.
Die MVP-Wahl ging völlig verdient an Lunardy Pulvett, der nach Spielende Entwarnung geben konnte.
Mit nun 12 Siegen aus 13 Begegnungen stehen die Volleyballfreunde Blau-Weiß e.V. weiter an der Tabellenspitze der Sachsenliga und haben in zwei Wochen ein ungewohntes Spieltagswochenende vor sich. Am 14.03. steigt das Gipfeltreffen mit den Neuseenlandvolley Markleeberg und ca. 18 Stunden später treten sie gegen die SV Reudnitz II. an.
Trainer Alexander Philipp blickt voraus: „Das Wochenende mit zwei Auswärtsspielen wird eine große Herausforderung. Ich bin mir sicher, dass die Markleeberger alles tun werden, um uns von der Tabellenspitze zu verdrängen. Und am darauffolgenden Tag gegen den vermeintlich leichteren Gegner zu bestehen, ist auch kein Selbstläufer. Wir konnten die Reudnitzer jetzt zwei Mal beobachten und da sieht man schon eine Mannschaft, die keinen Ball verloren gibt und besser dasteht, als die Tabelle es widerspiegelt.“
VfBW spielte mit: VfBW spielte mit: Fischer, Haberl, Heymann, Hilse, Krengel, Mittelstraß, Pulvett, Zillich.
