Nachdem bereits die 1. Damen und die 2. Herren ihre ersten Heimspiele der Saison 2026/27 absolviert hatten, stand am 26. September auch für die Regionalligavolleyballer der Volleyballfreunde Blau-Weiß Hoyerswerda die mit Spannung erwartete Heimpremiere an. Zum ersten Heimspiel überhaupt in der 4. Liga empfingen die Blau-Weißen die zweite Mannschaft des VSV Jena.
Nach dem sensationellen Aufstieg der Männer von Trainer Alexander Philipp wollten sich rund 150 Zuschauer diese Premiere nicht entgehen lassen und sorgten für eine stimmungsvolle Atmosphäre in der Halle.
Die Auftaktniederlage aus der Vorwoche war aufgearbeitet und mit der Rückkehr von Stamm-Mittelblocker Christian Heymann stand dem Trainer wieder nahezu der Stammsechser der erfolgreichen Aufstiegssaison zur Verfügung. Weiterhin verzichten musste das Team auf die Neuzugänge Wilhelm Pächnatz, Jakob Nahr, Marc Schuppang und Max Sens. Die verletzungsbedingt fehlenden Till Fischer und Tino Jautze unterstützten die Mannschaft an diesem Tag als Co-Trainer.
Historischer erster Satzgewinn
Die Partie begann mit Lunardy Pulvett im Zuspiel, Sebastian Haberl und Tommy Hilse auf Außen sowie Maximilian Krengel auf der Diagonalposition. Kapitän Vincent Mittelstraß und Christian Heymann besetzten die Mitte, während Gregor Schillmann als Libero die Annahme organisierte.
Die Gäste aus Jena erzeugten mit einer Mischung aus taktischen und druckvollen Sprungaufschlägen von Beginn an erheblichen Annahmedruck. Ungenauigkeiten auf Seiten der Hausherren verhinderten zunächst einen geordneten Spielaufbau. Nach zwei Rotationen und lediglich zwei eigenen Punkten sah sich Trainer Philipp beim Stand von 2:7 zur ersten Auszeit gezwungen.
Eine starke Aufschlagserie von Maximilian Krengel brachte den Liganeuling jedoch zurück ins Spiel. Beim 8:8 war der Rückstand egalisiert. Zwar blieb die Annahme der Blau-Weißen weiter unter Druck, doch mit großem Kampfgeist und hoher Effektivität im Angriff hielten die Gastgeber dagegen. Beim 16:16 war weiterhin alles offen.
In der Schlussphase entwickelte sich ein echter Krimi. Einen 20:23-Rückstand egalisierten die Volleyballfreunde mit starken Blockaktionen. Anschließend setzte André Lemke die Gäste mit seinen Aufschlägen zusätzlich unter Druck. Spektakuläre Abwehraktionen von Maximilian Krengel und Gregor Schillmann sorgten schließlich dafür, dass die Blau-Weißen den Satz mit 26:24 für sich entschieden.
Damit war er perfekt: der erste Satzgewinn der Vereinsgeschichte in der Regionalliga.
Jena übernimmt zunehmend die Kontrolle
Beflügelt vom Satzgewinn und angefeuert von den eigenen Fans starteten die Hausherren mit einer 3:0-Führung in den zweiten Durchgang. Doch wie bereits im ersten Satz wechselten sich sehenswerte Ballwechsel mit einfachen Fehlern ab.
Die erste Schwächephase der Gastgeber nutzte Jena konsequent und setzte sich bis zur nächsten Hoyerswerdaer Auszeit auf 9:12 ab. Während die taktischen Vorgaben im Aufschlag weitgehend aufgingen, fehlte im eigenen Angriff zunehmend die nötige Effizienz.
Mit Maximilian Krengel hatten die Blau-Weißen zwar einen durchschlagskräftigen Angreifer auf dem Feld, doch auch er konnte den Rückstand nicht allein aufholen. Mit 19:25 ging der zweite Satz an die Gäste.
Ein ähnliches Bild bot sich den Zuschauern in den folgenden beiden Durchgängen. Die Mannschaft um Kapitän Vincent Mittelstraß kämpfte um jeden Ball, fand jedoch nicht mehr richtig in ihren Rhythmus. Vor allem in der Annahme fehlte weiterhin die notwendige Präzision, während mit zunehmender Spieldauer auch die Sicherheit im eigenen Spiel nachließ.
Im vierten Satz kam Eric Beyer zu seinen ersten Regionalligaminuten im blau-weißen Trikot. Die Niederlage konnte auch er nicht mehr verhindern, sammelte dabei aber wichtige Erfahrungen für die kommenden Aufgaben.
Jena präsentierte sich nun routiniert und konsequent und entschied die Sätze drei und vier mit 19:25 und 18:25 für sich. Damit stand die 1:3-Heimniederlage der Volleyballfreunde fest.
Annahme bleibt die größte Baustelle
Die Partie zeigte deutlich, woran die Mannschaft in den kommenden Wochen arbeiten muss. Insbesondere in der Annahme besteht noch Steigerungspotenzial. Gleichzeitig bewies der erste Satz, dass die Blau-Weißen auch auf Regionalliganiveau mit spielstarken Gegnern mithalten können.
Sobald Trainer Alexander Philipp wieder auf mehr personelle Alternativen zurückgreifen kann, dürfte sich auch die Variabilität im Spiel erhöhen.
Die silberne MVP-Medaille auf Seiten der Volleyballfreunde ging an Youngster Maximilian Krengel, der mit spektakulären Angriffsaktionen und mehreren starken Aufschlägen überzeugte. Wie entscheidend eine stabile Annahme sein kann, zeigte die MVP-Wahl auf Jenaer Seite: Gäste-Libero Stephan Gräf erhielt nach einer nahezu fehlerfreien Vorstellung die goldene Medaille.
Nach zwei Niederlagen zum Saisonauftakt warten auf den Aufsteiger nun zwei weitere anspruchsvolle Aufgaben. Am 4. Oktober reisen die Volleyballfreunde zum aktuellen Tabellenführer VC Dresden II. Am 17. Oktober folgt das nächste Heimspiel gegen den derzeitigen Tabellenzweiten Blue Volleys Gotha II.
Für die Volleyballfreunde spielten:
Eric Beyer, Sebastian Haberl, Christian Heymann, Tommy Hilse, Maximilian Krengel, André Lemke, Vincent Mittelstraß, Lunardy Pulvett, Gregor Schillmann und Markus Zillich.


















