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Unglücklicher Start ins neue Abenteuer

...Historische Regionalliga-Premiere beim SV Krostitz – ein echter erster Härtetest für unsere Blau-Weißen...

Von Alexander PhilippCa. 4 Min. Lesezeit

Zum erstmaligen Auftritt einer Mannschaft der Volleyballfreunde Blau-Weiß Hoyerswerda in der 4. Liga reisten die Männer von Trainer Alexander Philipp am 19.09.2026 zum SV Krostitz. Der langjährige Kandidat für die vorderen Plätze in der Regionalliga Ost sollte der erste Gradmesser für den Aufsteiger aus Ostsachsen werden. Dank einer Fanfreundschaft, die noch aus früheren Duellen in der Sachsenliga resultierte, war der Empfang äußerst herzlich.

 

Nach einer hervorragenden Saisonvorbereitung wollte der Liganeuling gleich im ersten Spiel für Furore sorgen. Leider fehlten Coach Philipp mit Fischer, Heymann, Jautze, Lemke, Nahr, Schuppang und Sens gleich eine Reihe von Spielern, sodass mit nur neun Akteuren die Wechseloptionen begrenzt waren. Dennoch stand annähernd das Gerüst aus der erfolgreichen Vorsaison auf dem Feld.

 

Das Spiel begann mit Lunardy Pulvett im Zuspiel, Sebastian Haberl und Tommy Hilse als Außenangreifern sowie Maximilian Krengel auf der Diagonalposition. Komplettiert wurde die Starting Six durch Kapitän Vincent Mittelstraß und Markus Zillich im Mittelblock sowie Annahmespezialist Gregor Schillmann. Für ihre ersten Einsätze im neuen Team hielten sich Eric Beyer (Mittelblock, Neuzugang aus der VfBW-Reserve) und Wilhelm Pächnatz (Mittelblock, HSG Senftenberg) bereit.

 

In einer ausgeglichenen Anfangsphase konnten die Blau-Weißen erste Nadelstiche in Angriff und Block setzen und gingen mit 8:5 in Führung. Doch die erste Schwäche im Annahmeverbund nutzten die Gastgeber konsequent und erzwangen beim Stand von 8:10 die erste Auszeit. Weil die Volleyballfreunde in der Folge vor allem mit ihrem Aufschlag und der Chancenverwertung haderten, setzte sich der Favorit weiter ab. Mit einer deutlich geringeren Eigenfehlerquote entschied der Vizemeister der Vorsaison den ersten Durchgang mit 25:17 für sich.

 

Der zweite Satz begann mit spektakulären Aktionen auf beiden Seiten des Netzes. Aus einer guten Annahme heraus konnte Lunardy Pulvett vor allem Maximilian Krengel und die Außenangreifer hervorragend in Szene setzen. Für einen Punktevorsprung reichte es allerdings zunächst nicht, da die Hausherren in allen Elementen sehr stabil agierten (4:4, 7:8, 11:11).

 

Nach zwei Angriffsfehlern und weiteren Ungenauigkeiten mussten die Elsterstädter den Gegner schließlich ziehen lassen (11:16). Dank guter Aufschläge von Sebastian Haberl und konzentrierter Blockarbeit schaffte der Liganeuling jedoch den Ausgleich zum 17:17. Die Konstanz der vergangenen Jahre in Annahme und Abwehr suchten die Philipp-Schützlinge an diesem Tag allerdings vergeblich. Durch eigene Fehler verschenkten die Volleyballfreunde in dieser wichtigen Spielphase Punkt um Punkt (19:22).

 

Auch das durchaus gelungene Debüt von Jungspund Wilhelm Pächnatz, der für Markus Zillich ins Spiel kam, brachte keine Wende. Mit 21:25 ging auch der zweite Durchgang an die Hausherren, die damit nach 45 Spielminuten auf 2:0 nach Sätzen stellten.

 

Für eine Wende benötigte es nun einen Kraftakt, um doch noch die ersten möglichen Regionalligapunkte der Vereinsgeschichte einzufahren. Mit druckvollen Aufschlägen von Lunardy Pulvett und Tommy Hilse startete der dritte Durchgang vielversprechend (5:3). Danach verflachte die Partie allerdings schnell wieder. Viele verschlagene Aufschläge und Ungenauigkeiten sorgten dafür, dass sich zunächst keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte (8:8, 11:11).

 

Mit großem Kampf setzten sich die Blau-Weißen zur Satzmitte schließlich leicht ab (15:12). Beim Stand von 19:14 schien der erste Satzgewinn in der Regionalliga bereits greifbar. Doch der Favorit aus Krostitz kämpfte sich Punkt um Punkt heran, glich zum 20:20 aus und nutzte die Abstimmungsprobleme in der Hoyerswerdaer Annahme eiskalt aus.

 

Nach 69 Spielminuten machte der SV Krostitz mit 25:22 den Sack zu und setzte sich verdient mit 3:0 nach Sätzen durch.

 

Grundsätzlich brauchen sich die Volleyballfreunde nach diesem Auftakt nicht zu verstecken. Gegen eines der stärksten Teams der Liga waren am Ende vor allem die größere Konstanz und Abgeklärtheit der Gastgeber entscheidend. Die Niederlage schmerzt zwar, doch bereits wenige Minuten nach Spielende ordnete Trainer Alexander Philipp den Auftakt sachlich ein:

 

„Leider konnten wir nicht an die Leistung der vergangenen Jahre anknüpfen. Das Niveau war erwartbar höher, dennoch fehlte es uns an Genauigkeit und Druck in den Aktionen. Die Annahmeleistung und vor allem die zahlreichen Fehlaufschläge ärgern mich extrem. Das können wir besser und müssen es bei den kommenden Spielen auch besser machen. Ich bin trotzdem stolz auf meine Jungs, dass sie bis zum Ende gekämpft haben. Nun freue ich mich auf unser erstes Heimspiel nächste Woche. Mit wahrscheinlich vollem Kader können wir auf individuelle Schwächephasen dann besser reagieren. Und mit unseren Fans im Rücken ist der erste Punktgewinn möglich.“

 

Die MVP-Medaille in Silber erhielt dank seiner couragierten Leistung Wilhelm Pächnatz. Die goldene MVP-Medaille auf Seiten der Gastgeber erspielte sich Markus Knobloch.

 

VfBW spielte mit: Eric Beyer, Sebastian Haberl, Tommy Hilse, Maximilian Krengel, Vincent Mittelstraß, Lunardy Pulvett, Wilhelm Pächnatz, Gregor Schillmann und Markus Zillich.

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