Für die 2. Damenmannschaft der Volleyballfreunde Blau-Weiß begann am 4. Oktober 2026 mit dem ersten Spieltag zugleich die neue Saison – und das direkt vor heimischer Kulisse. Nach der Kreismeisterschaft in der vergangenen Woche, bei der sich die jungen Spielerinnen bereits unter Wettkampfbedingungen ausprobieren konnten, war die Nervosität dieses Mal deutlich geringer. Die ersten Abläufe waren bekannt, die Mannschaft hatte bereits erste Erfahrungen miteinander gesammelt und konnte dadurch etwas gelöster in den Spieltag starten.
Auftakt nach Maß gegen SV 90 Traktor MHD
Im ersten Spiel wartete mit dem SV 90 Traktor MHD ein Gegner, gegen den die 2. Damen direkt zeigen wollte, was in ihr steckt. Und der Start gelang eindrucksvoll: Mit druckvollen Aufschlägen setzte Blau-Weiß den Gegner früh unter Druck. Gleichzeitig stand die Abwehr sicher und auch im Spielaufbau fanden die Zuspiele immer wieder die passende Angreiferin.
Punkt für Punkt setzte sich die 2. Damen ab. Der Gegner fand zunächst kaum ein Mittel gegen das konzentrierte Spiel der Gastgeberinnen. Am Ende war der erste Satz mit 25:15 eine klare Angelegenheit – ein Auftakt, der Hoffnung auf einen erfolgreichen Spielverlauf machte.
Doch im zweiten Satz war die Sicherheit plötzlich wie weggeblasen. Immer mehr Fehlaufschläge schlichen sich ein, hinzu kamen Unsicherheiten in der Annahme und im Spielaufbau. Der SV 90 Traktor MHD nutzte diese Phase konsequent und fand zunehmend besser ins Spiel. Während Blau-Weiß um jeden Punkt kämpfen musste, trat der Gegner immer selbstbewusster auf. Der Satz ging deutlich mit 10:25 verloren.
Auch im dritten Satz fand die 2. Damen zunächst nicht zu ihrer starken Leistung aus dem Auftaktsatz zurück. Zwar kämpfte das Team um jeden Ball und zeigte immer wieder gute Aktionen, doch der Gegner hatte das Spielgeschehen nun weitgehend im Griff. Mit 18:25 ging auch dieser Satz an den SV 90 Traktor MHD.
Im vierten Satz zeigte die Mannschaft noch einmal, dass sie sich nicht einfach geschlagen geben wollte. Die Ballwechsel wurden umkämpfter und Blau-Weiß hielt immer wieder dagegen. Für eine Wende reichte es an diesem Tag jedoch noch nicht. Mit 20:25 ging auch der vierte Satz an den Gegner.
Trotz der Niederlage gab es einige starke individuelle Leistungen. Heidi Kühne wurde aufgrund ihrer überlegten Spielzüge zum MVP der Partie gewählt. Auch Fatima Murradi, die das Team insbesondere in der Abwehr unterstützte, trug dazu bei, schwierige Bälle im Spiel zu halten.
Gegen die 1. Damen wird es von Satz zu Satz enger
Viel Zeit zum Durchatmen blieb nicht, denn im zweiten Spiel des Tages wartete mit der 1. Damenmannschaft gleich die nächste große Herausforderung. Dass die Aufgabe schwer werden würde, war klar – doch die 2. Damen wollte sich nicht verstecken.
Der erste Satz verlief zunächst deutlich zugunsten der 1. Damen. Mit 11:25 musste die junge Mannschaft den Satz abgeben. Doch bereits hier zeigte sich: Die Spielerinnen waren bereit, weiterzukämpfen.
Und genau das taten sie.
Im zweiten Satz fand die 2. Damen immer besser ins Spiel. Die Aufschläge wurden sicherer und die Mannschaft konnte den Druck auf die Gegnerinnen erhöhen. Vor allem in längeren Ballwechseln hielt Blau-Weiß nun besser dagegen. Immer wieder gelang es, den Rückstand zu verkürzen und die 1. Damen zu fordern. Am Ende reichte es zwar noch nicht zum Satzgewinn, doch das 17:25 zeigte deutlich, dass die Mannschaft näher herankam.
Im dritten Satz wurde es dann richtig spannend. Die 2. Damen kämpfte um jeden Punkt, ging zunächst in Führung und ließ sich auch von zwischenzeitlichen Rückständen nicht mehr so leicht aus dem Konzept bringen. Die Aufschläge wurden zunehmend konstanter. Besonders Fleur Benics sorgte mit einer starken Aufschlagsserie für mehrere wichtige Punkte in Folge und gab ihrem Team damit spürbar Sicherheit.
Auch wenn die Konstanz beim Aufschlag noch nicht bei allen Spielerinnen gegeben war, zeigte die Entwicklung im Verlauf des Spiels deutlich nach oben. Tessa Kowalick feierte als Neuling ihre ersten Blockerfolge und punktete ebenfalls mit überlegten Spielzügen. Mit 19:25 ging schließlich auch der dritte Satz an die 1. Damen – doch die 2. Damen hatte sich von Satz zu Satz näher an den Gegner herangekämpft.
Ein besonderes Highlight war Henrietta, die erstmals als Libera auf dem Feld stand. In ihrer neuen Rolle zeigte sie eine ausgesprochen starke Leistung in der Abwehr, blieb auch bei schwierigen Bällen aufmerksam und gab der Mannschaft wichtigen Rückhalt. Dafür wurde sie verdient zum MVP des zweiten Spiels gewählt.
Zwei Niederlagen – aber ein deutlicher Schritt nach vorn
Am Ende standen zwei Niederlagen auf dem Spielberichtsbogen. Doch gerade das zweite Spiel zeigte, welches Potenzial in der neu zusammengestellten Mannschaft steckt. Von Satz zu Satz kämpfte sich die 2. Damen näher heran und konnte sich im Verlauf der Partie sichtbar steigern.
Besonders erfreulich war die variable Zuspielarbeit. Die Bälle wurden gut verteilt, sodass den Angreiferinnen immer wieder unterschiedliche Optionen zur Verfügung standen und das Spiel für den Gegner schwerer auszurechnen war.
Für die junge Mannschaft war der erste Heimspieltag damit vor allem eines: ein wichtiger Schritt im gemeinsamen Lernprozess. An einigen Stellen fehlt noch die nötige Konstanz, doch Einsatzbereitschaft und Kampfgeist stimmen. Wenn es der Mannschaft gelingt, ihre starken Phasen künftig länger aufrechtzuerhalten, dürften bei den kommenden Spieltagen noch einige spannende Ballwechsel – und sicherlich auch die ersten Spielerfolge – folgen.





