Home » 1. Damen » Unser Damentrainer im Interview zur Halbzeitbilanz

Acht Siege in acht Spielen, das war sicher nicht so erwartet worden, oder?
Antwort: Die Saison begann ja bekanntlich mit zwei Pokalniederlagen aber dann ging irgendwie ein Ruck durch das Team und die Mädels haben zum Teil spektakulär aufgespielt. Wir hatten eine recht konstante Aufstellung, keine Verletzungen oder Krankheiten und konnten sogar den Abgänge von Ricarda Richter, Claudia Karg und Cindy Lukas sowie die Babypause von Carolin Gropler kompensieren.
Nein, zu erwarten war dieser Zwischenstand beileibe nicht. Ich glaube, jetzt hat die Mannschaft Blut geleckt.

Was hat die Mannschaft bisher besonders ausgezeichnet?
Antwort: Die Mannschaft hat gegenüber der Vorsaison unwahrscheinlich an Selbstvertrauen gewonnen, Vertrauen in ihre eigene Leistung.
Allein, wenn ich an die 4 Tie-Breaks denke, die wir gewinnen konnten, in denen wir zum Teil mit 0:2 oder 1:2 hinten lagen, kann ich als Trainer vor diesen Manschaftsleistungen nur den Hut ziehen. Ich hatte manches Spiel, besonders gegen Coblenz (0:2) schon als verloren abgehakt ! Die Mädels sind so richtige „Mentalitätsmonster“ geworden.

Und wo kann noch weiter etwas verbessert werden?
Antwort: Verbesserungsbedarf sieht ja ein Trainer, der schon über 30 Jahre im Geschäft ist, immer. Wir müssen noch etwas konstanter und vor allem variantenreicher im Angriff werden und auch in der Feldabwehr sehe ich bei einigen noch Steigerungsbedarf. Wenn wir auch beim Service noch eine Schippe drauflegen könnten, sollte noch einiges möglich sein.

Ist die personelle Situation im Damenbereich zufriedenstellend?
Antwort: Personell sind wir eigentlich recht gut aufgestellt. Wir haben seit der letzten Saison mit Daniela Frenzel und Johanna Alte zwei Jugendspielerinnen in den Damenbereich geholt, die allerdings ihren Findungsprozess noch nicht so richtig abgeschlossen haben. Auch hat vor kurzem eine Spielerin vom SC Hoyerswerda den Weg zu uns gefunden, die einiges verspricht. Und besonders wartet das Team natürlich auf die Rückkehr von Ex-Spielführerin Carolin Gropler, die auch für den Trainer eine wichtige Kommunikationsrolle spielte und auch wieder spielen wird.
Basis für unsere Erfolge sind aber einzig und allein fleißiges und ehrgeiziges Training und viel Disziplin und Willen, etwas zu erreichen. Familiennachmittage bei Eis, Kaffee und Kuchen finden bei uns immer nach Training / Spielen statt und stehen bei uns zur Zeit an zweiter Stelle.

Wie lautet das Ziel bis zum Saisonende? Wäre ein Aufstieg in die Landesklasse machbar oder ist das eher ein mittelfristiges Ziel?
Antwort: Wie heißt es immer so schön: Wir schauen von Spiel zu Spiel ! Wir haben noch 4 Heimspiele, aber auch 4 schwere Auswärtsaufgaben zu
bewältigen. Und im Damenbereich weiß man nie so recht, was auf einen zukommt, denn da kann schnell mal was dazwischen kommen, wenn man Studentinnen, Mädels im Arbeitsprozess und Mädels, die noch in der Familenplanung stecken, auf’s Parkett schicken muss. Da kann sogar schon eine kurzfristge Planung in die Hose gehen, geschweige denn eine mittel – oder langfristige. Natürlich wäre eine Landesklasse erstrebenswert und eine total neue Erfahrung, aber der MSV Bautzen hat gezeigt, wie mann da auch leiden muss ( von Platz 2 am Anfang nun Siebter ). Ob wir das wollen, müssen am Schluss die Mädels entscheiden, wenn es wirklich dazu kommen sollte.

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